Indoor vs. Outdoor: Die Unterschiede
"Wir haben ein Dach drüber, da reicht doch ein normaler Screen?" – Ein gefährlicher Irrtum. Hier erklären wir, warum Outdoor-Displays so besonders sind.
Der Unterschied liegt nicht nur im Wasserschutz. Outdoor-Displays sind Hochleistungsmaschinen, die unter extremen Bedingungen arbeiten müssen.
Indoor Display
- Helligkeit: 350 - 500 Nits
- Temperatur: 0°C bis 40°C
- Schutzart: IP20 (offen)
- Kühlung: Passiv oder Lüfter
Outdoor Display
- Helligkeit: 2.500 - 4.000 Nits
- Temperatur: -30°C bis +50°C
- Schutzart: IP65 (Wetterfest)
- Kühlung: Aktive Klimatisierung
1. Kondenswasser und Luftfeuchtigkeit
Auch unter einem Dach ändert sich die Luftfeuchtigkeit. Morgens ist es kalt und feucht, mittags warm. In einem normalen TV bildet sich Kondenswasser, was zum Kurzschluss führt. Outdoor-Displays sind versiegelt (Conformal Coating auf Platinen).
2. Insekten und Staub
Ein Indoor-Bildschirm zieht durch die Lüftungsschlitze Staub und Insekten an, die sich hinter der Scheibe sammeln oder im Gehäuse sterben. Outdoor-Gehäuse sind dicht (IP5x oder IP6x).
3. Garantie
Wenn Sie ein Indoor-Gerät draußen betreiben, erlischt sofort jegliche Herstellergarantie. Bei einem Defekt bleiben Sie auf den Kosten sitzen.
Fazit
Sparen Sie nicht am falschen Ende. Für den geschützten Außenbereich (Semi-Outdoor) gibt es spezielle Zwischenlösungen, aber ein normaler TV hat draußen nichts verloren.